Energiesparmesse 2027 setzt auf neues Hallenkonzept

15.10.2026 | Gewerkeübergreifend Planen & Bauen, Slider

Wärmepumpen, Photovoltaik, Speicher und Lüftung müssen in modernen Gebäuden zunehmend zusammenspielen. Die Energiesparmesse in Wels reagiert darauf mit einer neuen Hallenstruktur und zusätzlichen Fachbereichen.

Die Energiesparmesse 2027 wird vom 3. bis 7. März 2027 in Wels stattfinden und ihre Ausstellungsbereiche neu strukturieren. Im Mittelpunkt steht eine stärkere Verbindung von Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Elektrotechnik mit erneuerbaren Energien, Energiemanagement und Elektromobilität. Damit will die Messe den zunehmenden Anforderungen an die gewerkeübergreifende Planung und Umsetzung moderner Gebäudetechnik Rechnung tragen.

„Die Gebäudetechnik wird immer vernetzter. Wärme- und Kälteproduktion, Lüftung, Sanitär, Energie, Elektrotechnik, Photovoltaik- und Speicherlösungen, Energiemanagement und die E-Mobilität lassen sich immer weniger getrennt betrachten. Mit dem neuen Hallenkonzept wollen wir genau diese Entwicklung auf der Messe sichtbar und erlebbar machen“, erklärt Robert Schneider, Geschäftsführer der Messe Wels.

Heizungs- und Energietechnik in zwei Hallen

Mit der Neuordnung werden die Bereiche Heizungs- und Energietechnik künftig in den Hallen 20 und 21 zusammengeführt. Auch der dreitägige Fachmessebereich, der von Mittwoch bis Freitag geöffnet ist, sowie die E-Car-Days werden in Halle 20 angesiedelt.

Die neue Halle 22 bleibt dem Bauen und Sanieren vorbehalten. Ab dem Baugewerbetag am Donnerstag, 4. März 2027, befindet sich dort auch die Messebühne.

Innerhalb der SHK-Ausstellung sollen Installations-, Hinterwand- und Versorgungstechnik sowie Sanitär, Bad und Lüftung stärker gebündelt werden. Gleichzeitig werden die Verbindungen zu angrenzenden Technologien ausgebaut.

Hintergrund ist die zunehmende technische Vernetzung von Gebäuden. Heiz- und Kühlsysteme, Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur müssen aufeinander abgestimmt werden. Dadurch wachsen insbesondere für SHK- und Elektrobetriebe die Anforderungen an Planung, Regelungstechnik und Systemintegration.

„Der Fachbesucher soll bei uns nicht nur einzelne Produkte finden, sondern technische Zusammenhänge und komplette Lösungen vergleichen können. Genau dafür schaffen wir die stärkere Vernetzung der Themen“, sagt Schneider.

Neues Kompetenzzentrum für Komfortlüftung

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Energiesparmesse 2027 wird die Raumlufttechnik. Erstmals entsteht gemeinsam mit dem KLA – Verband Komfortlüftung Austria ein eigenes Kompetenzzentrum Komfortlüftung.

Mit Helios, Nilan, J. Pichler, Pluggit und Stiebel Eltron haben bereits fünf Unternehmen ihre Teilnahme zugesagt. Das neue Format soll Fachbetrieben einen gebündelten Überblick über aktuelle Lösungen der kontrollierten Wohnraumlüftung ermöglichen.

Ausgebaut wird auch das bestehende Kompetenzzentrum Wärmepumpe, das erneut in Zusammenarbeit mit dem Verband Wärmepumpe Austria organisiert wird.

Damit erhalten zwei zentrale Bereiche der energieeffizienten Gebäudetechnik eine stärkere Präsenz. Während Wärmepumpen für die Wärmeversorgung zunehmend an Bedeutung gewinnen, rücken bei energieeffizienten Gebäuden auch Luftqualität, Feuchteschutz und die kontrollierte Lüftung stärker in den Fokus.

VIZ-Partnerstand wird erweitert

Neben den Kompetenzzentren wächst auch der VIZ-Partnerstand. Am Gemeinschaftsstand werden nach aktuellem Planungsstand Eder-Spirotech, Grundfos, Hajdu, Innotec, Kessel, Pentair Jung Pumpen, Pipelife, Rehau, Resideo, Schell, Gebe-Strebel und Xylem vertreten sein.

Der gemeinsame Auftritt soll Fachbesucher die Möglichkeit bieten, sich bei mehreren Herstellern über Produkte und technische Lösungen zu informieren. Gleichzeitig dient das Format dem direkten Austausch zwischen Industrie und ausführenden Betrieben.

Mehr Austausch zwischen den Gewerken

Die Messe Wels will auch die persönliche Vernetzung der unterschiedlichen Fachrichtungen ausbauen. Dazu wird am Donnerstag erstmals ein gemeinsamer Branchenabend in Halle 19 veranstaltet. Angesprochen sind Fachbesucher, Aussteller und Vertreter aus SHK, Energie-, Elektro- und Gebäudetechnik.

Mit dem Baugewerbetag sollen zudem Planer, ausführende Unternehmen und Entscheidungsträger aus der Baubranche stärker eingebunden werden.

Ergänzend bietet die Messe erstmals ein Hotelpaket für Fachbesucher inklusive Shuttleverkehr zum Messegelände an.

Für Schneider steht bei der Neuausrichtung nicht die Vergrößerung der Ausstellung im Vordergrund: „Wir wollen die Energiesparmesse nicht einfach größer machen. Wir wollen sie relevanter machen – für die Branche, für die Fachbetriebe und für die Unternehmen, die die Gebäude- und Energiewelt der Zukunft gestalten.“

Anmeldeschluss für Aussteller am 15. Oktober 2026

Die Vorbereitungen für die Energiesparmesse 2027 laufen bereits. Unternehmen, die sich als Aussteller beteiligen möchten, können sich noch bis zum 15. Oktober 2026 offiziell anmelden.

Die Fachmesse beginnt am 3. März 2027, die gesamte Energiesparmesse läuft bis zum 7. März. Mit der neuen Hallenstruktur und den zusätzlichen Kompetenzzentren soll insbesondere der fachliche Austausch über die Grenzen einzelner Gewerke hinweg gestärkt werden.

Energiesparmesse 2027
Haustechniktage: 3.–5. März 2027
Baugewerbetag: 4. März 2027
Publikumstage: 5.–7. März 2027
täglich von 9 – 17 Uhr, Messe Wels

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