Eine mobile ENERENT Heizzentrale mit 150 kW sorgt auf der verschneiten Hotelbaustelle in Heide für die notwendige Wärme während der Wintermonate. | © ENERENT
In Heide im deutschen Schleswig-Holstein entsteht mit dem „Mercure Living Heide“ ein Hotel, das speziell auf Langzeitaufenthalte ausgerichtet ist. Zum Zeitpunkt des Einsatzes befand sich der Hotelkomplex noch mitten in der Bauphase. Die Eröffnung war für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Realisiert wird das Projekt von der französischen Hotelgruppe Accor mit dem norwegischen Betreiber CIC Hospitality. Das „Mercure Living Heide“ verbindet klassische Hotelservices mit wohnlichen Elementen und richtet sich besonders an Gäste, die Arbeit und Aufenthalt im Sinne einer „Workation“ miteinander verbinden möchten. Nach Fertigstellung soll das Hotel über 106 Gästezimmer verfügen. 27 davon sind mit einer Kitchenette ausgestattet und ermöglichen so eine flexible Selbstverpflegung bei längeren Aufenthalten. Gleichzeitig können Gäste alle Annehmlichkeiten eines Hotels nutzen, darunter einen Frühstücksraum, ein Restaurant und eine Bar. Ergänzt wird das Angebot durch einen Fitnessbereich sowie eine Tiefgarage mit Stellplätzen für Autos und Fahrräder.
Drei mobile Heizzentralen und 18 Lüfter sichern Baufortschritt im Winter
Die Baustelle besteht aus zwei Gebäuden mit jeweils drei Etagen und insgesamt drei Treppenaufgängen. Ein Treppenaufgang gehört zum entstehenden Boardinghaus, zwei weitere zum Hotelgebäude. Die Servicetechniker von ENERENT Deutschland aus der Region Nord lieferten drei mobile Heizzentralen mit jeweils 150 kW Leistung nach Heide. Diese wurden auf die drei Treppenaufgänge verteilt. An jede Heizzentrale schlossen die Techniker über Verteilerbalken jeweils sechs mobile Lüfter mit einer Leistung von je 20 kW an. Insgesamt wurden mehr als 600 Meter Verbindungsleitungen verlegt. Die Geräte kamen je nach Baufortschritt abwechselnd auf den verschiedenen Etagen zum Einsatz, sowohl für die Baubeheizung als auch für die technische Bautrocknung. Die Beheizung sorgte nicht nur für angenehme Arbeitsbedingungen für Bauarbeiter und Handwerker. Sie stellte auch sicher, dass die erforderlichen klimatischen Bedingungen für die Lagerung und Verarbeitung von Zement, Estrich, Bodenbelägen und Farben eingehalten werden konnten. Gleichzeitig wurde ein geeignetes Raumklima geschaffen, das eine effiziente Bautrocknung unterstützte.
Kosten sparen mit wassergeführter Baubeheizung
Die Winterbaubeheizung von ENERENT arbeitet mit einem wassergeführten Heizsystem. Die Wärme wird dabei außerhalb des Gebäudes durch eine mobile Heizzentrale erzeugt. Über Schlauchleitungen gelangt das erwärmte Wasser zu den Lüftungsgeräten im Inneren, die die Wärme an die Raumluft abgeben. Im Vergleich zu direkt befeuerten Bauheizungen ist dieses System deutlich effizienter und verbraucht wesentlich weniger Heizöl. Beim Beheizen eines Rohbaus wie auf der Hotelbaustelle können so Brennstoffkosten von bis zu 50 Prozent eingespart werden. Darüber hinaus gewinnen Bauherren an Planungssicherheit. Bauzeiten lassen sich zuverlässiger einhalten und witterungsbedingte Verzögerungen werden minimiert. Gerade auf Winterbaustellen trägt der Einsatz mobiler Heizzentralen dazu bei, Termine sicherer zu planen und umzusetzen. Dank der digitalen Fernüberwachung können Auftraggeber jederzeit alle wichtigen Betriebsdaten der mobilen Energiezentralen im Blick behalten. Treten Störungen auf, lässt sich schnell reagieren oder direkt Kontakt mit den Technikern von ENERENT Deutschland aufnehmen. Zusätzlich bietet ENERENT ein optional buchbares Brennstoffmanagement an. Dieser Service stellt sicher, dass die Anlagen kontinuierlich und zuverlässig mit Brennstoff versorgt werden und ermöglicht damit einen möglichst unterbrechungsfreien Betrieb.
Challenge: Schnee und Minusgrade
Jan Förster, ENERENT-Regionalleiter der Region Nord, berichtet von den Herausforderungen des Einsatzes: „Ende 2025 besuchten wir die Baustelle, um uns vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und wichtige Details direkt zu besprechen. Die Bestellung war bereits Anfang des Jahres eingegangen und trotz herausfordernder Wetterbedingungen konnten wir die Anlagen und Lüfter kurzfristig liefern. Mit einem engagierten Team von Servicetechnikern gelang der Aufbau und die Inbetriebnahme reibungslos. Unter den extremen Wetterbedingungen mit Schnee und tiefen Minustemperaturen traten während des Anlagenbetriebs kurzfristige Herausforderungen auf. Dank des schnellen Handelns und der flexiblen Anpassung unserer Maßnahmen konnten wir alle Probleme umgehend beheben. Dabei stand die Sicherheit unserer Kunden und die Zuverlässigkeit unserer Systeme jederzeit im Vordergrund. Besonders erfreulich war die stets angenehme und professionelle Zusammenarbeit mit dem Bauherrn und dem zuständigen Architekten, die den gesamten Ablauf sehr partnerschaftlich gestaltete“, resümiert Jan Förster von ENERENT.
