Heizungstausch: Pelletbranche begrüßt Förderstart

13.10.2026 | Heizung, Slider

Die Wiederaufnahme der Heizungsförderung soll Investitionen in klimafreundlichere Heizsysteme ankurbeln. Die österreichische Pelletwirtschaft verweist dabei auf wirtschaftliche Effekte für Installationsbetriebe, Kesselhersteller und regionale Zulieferer.

Die österreichische Pelletwirtschaft begrüßt die für 2. November angekündigte Wiederaufnahme der Förderung für den Heizungstausch. Der Branchenverband proPellets Austria erwartet dadurch neue Investitionen in den Austausch bestehender Öl- und Gasheizungen. Neben der Verringerung von CO₂-Emissionen sieht der Verband vor allem positive Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft.

„Wer eine alte Öl- oder Gasheizung tauscht, investiert nicht nur in Klimaschutz, sondern auch in Österreich. Von diesen Investitionen profitieren Installationsbetriebe, Kesselhersteller, Pelletproduzenten und zahlreiche regionale Unternehmen“, sagt Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria.

Heizungstausch soll Milliarden an Wertschöpfung auslösen

Nach Berechnungen, auf die sich proPellets Austria beruft, könnten durch den Austausch von 30.000 Heizkesseln mehr als 1,4 Milliarden Euro an inländischer Wertschöpfung entstehen. Gleichzeitig ließen sich die jährlichen CO₂-Emissionen um rund 270.000 Tonnen reduzieren.

Der Verband betont insbesondere die Bedeutung der regionalen Wertschöpfung. Während bei fossilen Energieträgern ein erheblicher Teil der Ausgaben für Importe aufgewendet werden muss, profitieren bei Pellets nach Verbandsangaben verstärkt heimische Produktions- und Lieferketten.

„Bei Öl und Gas fließen zwei Drittel der Ausgaben ins Ausland. Bei Pellets hingegen bleiben zwei Drittel der Wertschöpfung in Österreich und in den Regionen. Genau deshalb ist der Heizungstausch auch wirtschaftspolitisch so sinnvoll“, erklärt Stiksl.

Pelletindustrie verweist auf Beschäftigungseffekte

Nach Angaben von proPellets Austria hängen rund 65.000 Arbeitsplätze in Industrie, Gewerbe und Handwerk mit der Pelletwertschöpfungskette zusammen. Die heimischen Kesselhersteller sind zudem stark exportorientiert: Rund 80 Prozent der in Österreich produzierten Pelletkessel werden laut Verband ins Ausland geliefert.

Zur wirtschaftlichen Bedeutung verweist proPellets Austria auch auf Berechnungen des Instituts für Höhere Studien (IHS). Demnach sollen Investitionen in Biomasse dreimal so hohe heimische Beschäftigungseffekte auslösen wie Investitionen in fossile Energie.

Darüber hinaus beziffert der Verband die über die Lebensdauer einer Pelletheizung anfallenden Lohn- und Mehrwertsteuereinnahmen mit rund 55.000 Euro pro Anlage. Die genannten Werte stammen aus der Darstellung der Pelletwirtschaft und sind entsprechend als Branchenangaben einzuordnen.

Förderung soll Planungssicherheit verbessern

Mit der Wiederaufnahme der Förderung verbindet die Branche die Erwartung, dass aufgeschobene Investitionen in neue Heizsysteme wieder umgesetzt werden. Für Installationsbetriebe und Hersteller ist dabei insbesondere die Kontinuität der Förderbedingungen von Bedeutung, da größere Heizungssanierungen entsprechende Vorlaufzeiten benötigen.

Welche Wirkung der Förderneustart tatsächlich entfaltet, wird neben der Höhe der Unterstützung auch von den konkreten Förderbedingungen und der Nachfrage der Haushalte abhängen. Für die Pelletwirtschaft ist die Wiederaufnahme jedenfalls ein wichtiger Faktor, um Investitionen in den Austausch fossiler Heizsysteme anzustoßen.

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