(v.li.n.re.): DI Sten Brunkel, Unger Stahlbau GmbH Mag. Matthias Unger, Unger Stahlbau GmbH Stefan Kaineder, Landesrat für Umwelt- und Klimaschutz Annemarie Wolfsjäger, Bürgermeisterin St. Ulrich bei Steyr DI Joachim Kalkgruber, Geschäftsführer SOLARFOCUS Lisa Sigl, Vizepräsidentin Wirtschaftskammer OÖ DI Florian Großauer, Geschäftsführer SOLARFOCUS Harald Pfaffeneder, Prokurist SOLARFOCUS DI Dr. Gerhard Dell, OÖ Energiesparverband | ©SOLARFOCUS
SOLARFOCUS investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau seines Unternehmensstandorts in St. Ulrich bei Steyr. Bis September 2028 sollen auf rund 12.220 Quadratmetern zusätzliche Produktions-, Logistik- und Büroflächen entstehen. Ziel ist es, die jährliche Produktionskapazität für Wärmepumpen auf rund 3.000 Geräte zu verdoppeln.
Der Spatenstich erfolgte am 16. Oktober 2026. Das Bauprojekt wird in zwei Abschnitten umgesetzt und soll auch die Voraussetzungen für neue Produktgenerationen schaffen. Gleichzeitig plant das Unternehmen 40 zusätzliche Vollzeitarbeitsplätze. Derzeit beschäftigt SOLARFOCUS rund 250 Mitarbeiter.
Großwärmepumpen für Wohnbau und Gewerbe
Ein Schwerpunkt des Ausbaus liegt auf der Produktion leistungsstärkerer Wärmepumpen. In der neuen Fertigungshalle soll unter anderem die Baureihe „vampair MAX“ mit Leistungen von 35, 70 und 105 Kilowatt hergestellt werden.
Damit will SOLARFOCUS verstärkt Anwendungen außerhalb des klassischen Einfamilienhaussegments bedienen. Zu den Zielmärkten zählen der mehrgeschossige Wohnbau sowie Gewerbe- und Industriebetriebe.
„Wir wollen diese Baureihe in Serie bringen und damit neue Marktsegmente im mehrgeschossigen Wohnbau, in Gewerbe und Industrie erschließen“, erklärt Geschäftsführer Joachim Kalkgruber.
Mit dem Ausbau reagiert der Hersteller auf die steigenden Anforderungen an klimafreundliche Wärmeversorgung auch bei größeren Gebäuden. Die geplante Serienfertigung soll dafür zusätzliche Produktionskapazitäten schaffen.
Fertigung wird am Standort St. Ulrich gebündelt
Neben der Erweiterung der Wärmepumpenproduktion ist eine Neuorganisation der Fertigungsprozesse vorgesehen. SOLARFOCUS will die bisherigen Produktionsstandorte in Steyr und Dietachdorf nach St. Ulrich verlagern und dort zusammenführen.
Ein wesentlicher Bestandteil ist eine neue vollautomatisierte Blechbearbeitung. Sie soll sämtliche Arbeitsschritte vom Rohblech bis zum fertigen Bauteil abdecken und damit zusätzliche Fertigungstiefe im eigenen Unternehmen ermöglichen.
„Das verkürzt die Durchlaufzeiten, erhöht die Flexibilität und macht uns unabhängiger von externen Zulieferern“, sagt Kalkgruber.
Durch die Zusammenlegung der Standorte sollen zudem interne Transportwege reduziert und die Abstimmung zwischen Entwicklung, Produktion, Logistik und Service vereinfacht werden.
Wärmepumpen und Photovoltaik versorgen Neubau
Auch bei der Energieversorgung der neuen Produktionshalle setzt SOLARFOCUS auf eigene Heiztechnik. Zwei Großwärmepumpen des Typs „vampair MAX 105“ sollen sowohl die Beheizung als auch die Kühlung übernehmen.
Ergänzend sind Photovoltaikanlagen auf Dach- und Fassadenflächen vorgesehen. Bestehende Biomasse- und Solarthermiesysteme werden in das Energiekonzept eingebunden. Zusätzlich ist ein Batteriespeicher geplant.
Damit nutzt das Unternehmen den Neubau zugleich als Anwendungsbeispiel für die Kombination unterschiedlicher erneuerbarer Energietechnologien im gewerblichen Gebäudebereich.
Zweigeschossige Produktion soll Flächenbedarf begrenzen
Bei der baulichen Umsetzung setzt SOLARFOCUS auf eine zweigeschossige Produktionsstruktur mit einer zusätzlichen Zwischenebene, einem sogenannten Mezzanin.
„Die neue Produktion wird zweigeschossig mit Mezzanin errichtet. So schaffen wir mehr Kapazitäten, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln“, erläutert Kalkgruber.
Mit der Investition verfolgt SOLARFOCUS damit mehrere Ziele: höhere Produktionskapazitäten, eine stärkere Eigenfertigung und die Zusammenführung bisher verteilter Unternehmensbereiche. Bis September 2028 soll der Ausbau abgeschlossen sein und die Grundlage für die geplante Verdoppelung der Wärmepumpenproduktion bilden.
